Interview mit Fury in the Slaughterhouse

Interview: Michael Schiller aka. DJ Mike Checkoff, ┬ę Juni 2004

Nach ihrem Auftritt stand Christof, Gitarrist von Fury in the Slaughterhouse, Michael Schiller alias DJ Mike Checkoff Frage und Antwort.

Michael: So, bei mir sitzt jetzt der Christof. Christof ist von...?

Christof: Ja, von Fury bin ich.

Michael: Fury in the Slaughterhouse! Wenn man das ├╝bersetzt und einigerma├čen englisch kann, eigentlich ein total brutaler Name, oder?
(Fury in the Slaughterhouse = Fury im Schlachthaus)

Christof: Der Name ist total bescheuert! Das fanden wir schon immer aber wie konnten es halt nicht ├Ąndern.

Michael: Wie ist der zu Stande gekommen?

Christof: Der ist aus zu viel Bier entstanden. Wir hatten Plakate und pl├Âtzlich waren wir bekannt und konnten den Namen dann nicht mehr ├Ąndern. Deshalb haben wir jetzt den Namen.

Michael: Ehrlich jetzt?

Christof: Ja, ehrlich! : )))))))! Ja, schlimm, ne? Ich wei├č auch nich, da sieht man mal die Gefahren des Alkohols.

Michael: Ihr seid ja auch richtige Rock┬┤n`Roller oder?

Christof: Nee, wir sind Lindner!

Michael: Was ist das?

Christof: Linden ist ein Stadtteil von Hannover!

Michael: Ihr kommt ja aus Hannover?

Christof: Ja!

Michael: Ihr habt ja das beste Deutsch in ganz Deutschland?

Christof: Ja. Find┬┤ste nich, dass ich ein ganz hervorragendes Hochdeutsch von mir gebe?

Michael: Wunderbar! Du k├Ânntest sofort im Radio anfangen.

Christof: Ja danke! OK!

Michael: 1987 habt ihr euch gegr├╝ndet?

Christof: Ja, mag sein. Das ist verdammt lange her, auf jeden Fall!

Michael: Wieso? Keine gute Zeit?

Christof: Doch, ┬┤ne wunderbare Zeit. Jeden Tag wenn ich aufstehe, danke ich als erstes der G├Âttin der Musik daf├╝r, dass ich tun darf, was ich tue.

Michael: Innerhalb eines Jahres seid ihr dann richtig erfolgreich gewesen? Warum? Wars einfach Gl├╝ck oder was wars?

Christof: Nee, wir sind ja auch nicht in einem Jahr erfolgreich gewesen! Keine Ahnung, das ging ja so St├╝ck f├╝r St├╝ck! Das war bei uns nicht zack, bum. Castingshows gabs zu unserer Zeit noch gar nicht. Die sind ja erst sp├Ąter erfunden worden.

Michael: Dieter Bohlen kam auch erst sp├Ąter?

Christof: Ich glaube ja! :-)

Michael: Wie steht ihr zu Drogen?

Christof: Ich denke, man muss in seinem Leben immer zusehen , dass man das, was man tut, unter Kontrolle h├Ąlt und das gilt f├╝r Alles. Ob f├╝r Drogen oder f├╝r das was man arbeitet oder lebt.

Michael: Man muss es vor sich und vor anderen verantworten k├Ânnen?

Christof: Nee, man muss es im Griff haben. Man muss Verantwortung ├╝bernehmen f├╝r das was man tut.

Michael: Viele, die euch nicht so genau kennen, die w├╝rden gar nicht vermuten, dass ihr aus Deutschland kommt. Die w├╝rden euch eher aus England oder so vermuten? Woher kommt das?

Christof: Ich wei├č nich. Wir haben zu einer Zeit begonnen, da hat man einfach in englisch gesungen. Keine Ahnung. Frag mich!

Michael: Baut man sich so einen Ruf nicht auf? Kommt der einfach so?

Christof: Ja. Wie so┬┤n Baum w├Ąchst. Wie der da vorne, da dr├╝ben. Ist doch wunderbar hier. Ich komme mir vor wie im Urlaub hier.

Michael: Echt?

Christof: Ja. Ich sitze hier, h├Âr mir Musik an, wunderbares Wetter, da ist ein Teich vor meiner Nase, wunderbare Gegend und das ist bezahlter Urlaub! Bei mir in Kahlenberg siehts anders aus?

Michael: Wie siehts da aus?

Christof: Na steppt es. Ich bin St├Ądter. Bei mir gegen├╝ber ist das Gesundheits- oder Familienministerium oder so┬┤n Ding. Ein Riesenteil so. Da sind tags├╝ber immer alle Parkpl├Ątze belegt.

Michael: Das ist Schei├če!

Christof: Das ist zum Kotzen!

Michael: Welche Songs von euch waren am erfolgreichsten. Mit welchen Songs scheffelt ihr noch die meiste Kohle?

Christof: Wir haben ja noch nie Hits gehabt. Wir waren noch nie unter den TOP 50 Single Charts. Noch nie in unseren 17 Jahren. Mit "Radio Orchid" waren wir mal auf Platz 55 in den Single-Charts. Das ist die h├Âchste Platzierung, die wir je erreicht haben.

Michael: Durch die GEMA werdet ihr doch sicher riesige Einnahmen haben, oder?

Christof: Also sagen wir mal so. Ich kann meine Miete hervorragend bezahlen! Da bin ich ganz gl├╝cklich dr├╝ber!

Michael: Wollt ihr denn ├╝ber eure Musik eine Message r├╝berbringen?

Christof: Ja.

Michael: Ihr habt heute ├╝ber Aids und die Pharmazie, die die Aidsmedikamente vertreibt, gesprochen.

Christof: Wir haben noch nie versucht unser Maul zu halten und wir haben schon immer gesagt was wir denken zu bestimmten Themen. Manche Lieder sind auch zu bestimmten Themen entstanden und das werden wir auch weiter tun.

Michael: Was ist dir lieber: Schmuselieder oder rockm├Ą├čig?

Christof: Nee, ich rocke lieber. Auf jeden Fall. Breitbeinig Gitarre spielen.Wunderbar!

Michael: Wie war die Verpflegung heute hier?

Christof: Ja, auch ganz hervorragend. Ich habe Fisch und Kartoffelsalat gegessen. Auch ganz hervorragend! Ganz gut! Das Helle ist auch ganz gut. Die Firma darf ich nicht sagen. Alles wunderbar!

Michael: Gibt es von euch auch mal neues Stuff in Sachen Musik?

Christof: Na ja, das bekommt man ja bei uns nicht mehr so mit. Wir haben eine neue Platte gemacht, die ist im April rausgekommen. Aber das kriegt man halt nicht mehr so mit.

Michael: Warum?

Christof: Wei├č nich.

Michael: Komisch?

Christof: Ja, so is┬┤es!

Michael: Bitter. Aber jetzt bist du bei mir und vielleicht wissen es jetzt ein paar Leute mehr. Herzlichen Dank f├╝rs Interview.

Christof: Ja bitte sch├Ân. Gern geschehn. Prost!


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